Du möchtest endlich deine eigene übersichtliche, nachvollziehbare und schnell nutzbare Ordnerstruktur, weißt aber nicht, wie du das umsetzen kannst? Dann ist dieser Blogartikel genau das richtige für dich. Du lernst, wie deine Ordnerstruktur aussehen sollte und wie du diese Struktur für dich selber entwickeln kannst.

Dieser Artikel ist zweigeteilt:

Teil 1: Ich stelle dir das 7-Ordner-System ausführlich und mit Beispielen vor

Teil 2: die Schritt für Schritt-Anleitung, wie du das 7-Ordner-System für deine eigene Ablage anwenden kannst

Teil 1: Das 7-Ordner-System ausführlich erklärt

Eine gute Vorlage für eine funktionale Ordnerstruktur bietet das 7-Ordner-System. Auf jeder Hierarchieebene der Ordnerstruktur gibt es maximal sieben Ordner für deine Dateien. Das heißt, jeder Hauptordner (Ebene 1) hat maximal sieben Unterverzeichnisse (Ebene 2), und jedes dieser Unterverzeichnisse hat seinerseits maximal sieben Unterordner (Ebene 3). Es sind immer sieben Ordner, da man diese Anzahl von Ordnern noch gut auf einen Blick erfassen kann.

Jedoch erweiterst du deinen Ordnerbaum nicht endlos, sondern arbeitest nur mit drei Ebenen. Dies hat den Vorteil, dass du jeden Ordner innerhalb von drei Klicks öffnen kannst. Wenn du die Struktur voll ausnutzt, kannst du bis zu 399 Ordner anlegen, die du jeweils eindeutig benennst.

Mit Beispielen kann man sich dies gleich viel besser vorstellen, daher nutze ich im folgenden Text zur Erläuterung Beispiele aus meiner eigenen Ordnerstruktur:

Ebene 1 – die großen Oberthemen 

Ebene 1 ist die oberste Ebene deiner Ablagestruktur. In Ebene 1 landen die großen Oberthemen deiner Ablage.  Eine Ordnerstruktur für deine Selbstständigkeit könnte auf der Ebene 1 so aussehen:  

Ebene 2 – Aufteilung in konkrete Themen oder Projekte

In der darauf folgenden Ebene wird es schon deutlich spezifischer und genauer. Hier handelt es sich dann um ein konkretes Projekt oder Thema mit klar umrissenen Inhalt, das zum Oberthema von Ebene 1 gehört.

Beispielsweise könnte dies so aussehen zu 5. Marketing:

Oder bei 4. Projekte:

Ebene 3 –  die Arbeitsebene mit detaillierter Aufteilung in Projektbereiche

Richtig spezifisch wird es nun in Ebene 3. Hier wird das Thema aus Ebene 2 nochmals genauer unterteilt. In den Ordnern der dritten Ebene liegen dann auch deine Dateien und hier arbeitest du am häufigsten.

Und so könnte die 3. Ebene aussehen:

Gerade bei der dritten Ebene ist es super, wenn du dir hier genau deine Bedürfnisse anschaust. Welche Themen sind für dich wichtig und welche benötigst du regelmäßig? 

 Ziel ist es, dass du nicht in einer langen Liste von Dateien suchen musst, sondern die Datei in dem Ordner aus der 3. Ebene auf den ersten Blick finden kannst.

Teil 2: die Schritt für Schritt Anleitung, wie du deine eigene Ordnerstruktur entwickeln kannst

Du bist nicht sicher, wie bei du das 7-Ordner-System auch für dich anwenden kannst? Dann ist der zweite Teil dieses Artikels genau das passende für dich. Ich stelle dir Schritt für Schritt vor, wie du es auch für dich anpassen und umsetzen kannst. Deine Fragen kannst du jederzeit als Kommentar stellen und ich helfe dir weiter.

Schritt 1: Was ist auf deinem Computer? Erstelle deine Themenliste

Hast du einen guten Überblick über die Themen und Inhalte auf deinem Computer? Wenn ja, dann kannst du gleich zum nächsten Schritt übergehen.

Falls du dir nicht sicher bist, lade ich dich ein erstmal eine kleine Entdeckungstour auf deiner Festplatte zu machen. Was für Themen findest du? Am besten machst du dir nebenbei Notizen und erstellst eine Überblicksliste. Diese muss nicht alles erfassen, eine grobe Übersicht ist ausreichend.

Schritt 2: Finde deine 7 großen Themenblöcke für Ebene 1

Nun geht es darum, deine großen Themen für die Ordner der Ebene 1 zu finden. Nehme deine Liste zur Hand und schaue, ob du sie in grobe Themenbereiche zusammenfassen kannst. Welche Inhalte und Ordner gehören zu einem Themenbereich und können gut unter einem Schlagwort gesammelt werden?

Dies lässt sich gut mit einer Mindmap verbinden, in der du freier sammeln und verknüpfen kannst. Notiere deine ersten Ideen für Oberthemen und schaue dann, welche Inhalte aus deiner Liste dazu passen könnten. Diese kannst du dann frei ergänzen, verschieben oder umändern.

Alternativ kannst du dies auch in Tabellenform machen, wenn diese Form der Arbeit dir besser liegt. In die Felder der rechten Spalte kannst du jeweils im Block Bereiche und Inhalte sammeln, die für dich thematisch zusammenpassen. Im zweiten Schritt kannst du dir dann einen guten beschreibenden Oberbegriff für den Themenbereich überlegen, den du in die linke Spalte einfügst.

Du wirst merken, dass sich dabei bestimmte Themenbereiche herauskristallisieren, unter denen sich fast alle Themen sammeln können. Diese eignen sich hervorragend, um damit die Grobstruktur zu bilden und die erste Ebene deiner Ordnerstruktur zu werden.

Schritt 3: wiederhole den Prozess für die Ebene 2 und Ebene 3

Mit dem gleichen Vorgehen kannst du dir nun auch die beiden folgenden Ebenen erschließen. Dies sind einige Ordner, daher würde ich dir vorschlagen, dass du dir einen Themenbereich nach dem anderen vornimmst und diese in Ruhe durcharbeitest. Beginne am besten mit dem Themenbereich, der gerade für deine Arbeit am wichtigsten ist. So stellst du sicher, dass du dich nicht verzettelst und du direkt davon profitierst.

Sehe das ganze spielerisch, nicht dein erster Entwurf wird die finale Version sein. Du wirst Themen zusammenfassen, umbenennen, ändern, durchstreichen, ergänzen, oder auch eine neue Version anfangen.  Falls du nicht für jede Ebene die sieben Ordner benötigst, ist das überhaupt kein Problem. Du musst sie nicht erzwingen oder krampfhaft finden, wenn du den Bedarf (noch) nicht hast.

Ebenso ist keiner Ordner in Stein gemeißelt, dein Ablagesystem ist immer im Wandel und du kannst und solltest es sogar regelmäßig anpassen.

Beachte bitte dabei: Meine Begriffe und Konnotationen zu Themen, die du in den Beispielen findest, passen sicherlich nicht immer für dich. Suche Begriffe, die für dich dazu passen, die du damit verbindest. Denn am Ende muss die Verbindung zu dem Themenbereich für dich selbst sofort erkennbar sein, damit du gut damit arbeiten kannst.

Findest du dabei Dateien (und dazugehörige Themenbereiche), die du nicht gleich zuordnen kannst? Dann sammle diese erst einmal in einer Liste und wir schauen später, ob du nicht doch noch ein Plätzchen für sie findest. Verbrauche dafür jetzt nicht zu viel Energie.

Das System kann natürlich auch für deine privaten Dateien angewandt werden. Ich würde dir empfehlen, hier zwei separate Systeme anzulegen und es nicht gemeinsam mit den Dokumenten deiner Selbstständigkeit in ein Ordnersystem zu zwängen. So weißt du immer ganz klar, wo du schauen musst, und es ist einfacher für dich die Daten zu sichern und Aufbewahrungsfristen einzuhalten.

Dir wünsche ich jetzt viel Spaß beim Umsetzen, ausprobieren und anpassen! Lass mich gerne wissen, wenn du Fragen dazu hast – ich helfe dir immer gerne weiter.

2 Kommentare

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  1. […] wie du siehst, bis jetzt hat es ganz gut geklappt und du liest gerade den vierten Blogpost dieses Monats. Ich […]

  2. […] das Modell jetzt ganz praktisch für deine eigene Ordnerstruktur anwenden kannst, habe ich dir in diesem Blogartikel […]

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