Die Basis für einen aufgeräumten Computer ist eine gute Ordnerstruktur. Aber was heißt das denn eigentlich? Welche Eigenschaften hat eine aufgeräumte und effektive Ordnerstruktur und welche Fehler sollte man am besten vermeiden? Dies möchte ich dir in diesem Blogartikel vorstellen.

Ordnerstrukturen entwickeln sich bei vielen meiner Kunden über die Zeit und wachsen organisch. Häufig lassen sich die dabei entstandenen Ordnerstrukturen in eine der drei folgenden Typen einordnen

Typ 1 – die Minimalisten:

Ordner sind Mangelware auf deinem Computer. Du hast nur eine Handvoll Ordner, in denen sich alle deine Dateien befinden. Viele sind auch einfach nur im Downloadordner oder liegen auf dem Desktop. Wenn du etwas suchst, nutzt du meistens die Suchfunktion. Immer in der Hoffnung, dass du die Datei auch benannt hattest und du sie wiederfinden kannst…

Typ 2 – die Horizontalisten:

Du magst Ordner. Und gerne viele davon auf einer Ebene. Wenn du einen bestimmten Ordner suchst, musst du erstmal eine Weile scrollen und schauen, wo jetzt der Ordner genau liegt, weil du ihn nicht auf den ersten Blick sehen kannst. Und dann ist hoffentlich die richtige Datei auch in diesem Ordner zu finden…

Typ 3 – die Vertikalisten:

Du magst auch Ordner. Und Unterordner. Und Unterordner der Unterordner. Wenn du eine bestimmte Datei suchst, klickst du dich erstmal eine Weile durch deine Ordner durch, bis du endlich bei dem gewünschten Dokument angekommen bist.

Du merkst sicher schon, alle drei Typen und Ordnerstrukturen haben ihre Probleme. Entweder ist die Struktur ist zu minimalistisch und hilft dir so nicht, oder sie wächst schnell in die Breite oder zu sehr in die Tiefe. Meist ergänzt man diese auch Stück für Stück und nimmt es gar nicht mehr so bewusst wahr. 

Deine Ablage- und Ordnerstruktur ist das Fundament für eine funktionale, hilfreiche und zeitsparende Ablage. Es ist lohnenswert, sich hier Zeit zu nehmen und es in Ruhe zu entwickeln. Langfristig sparst du damit jedes Mal viel Zeit, weil du genau weißt, wo du deine Dateien wieder findest.

Eine effektive Ordnerstruktur stattdessen ist übersichtlich, nachvollziehbar und schnell nutzbar.

Übersichtlich: Auf jeder Hirarchieebene sollten nur so viele Ordner sein, wie du auf einen Blick erfassen kannst. Denn je mehr Unterordner du in deinem Verzeichnis hast, desto länger benötigst du, den richtigen zu finden.

Nachvollziehbar: deine Struktur sollte (auch für andere) nachvollziehbar sein. Gründe für mangelnde Nachvollziehbarkeit sind oft:

  • unklare Ordnernamen, 
  • eine zu verschachtelte Ordnerstruktur 
  • oder zu wenige Ordner mit zu vielen Dateien 

Schnell: wesentlich für eine effektive Ordnerstruktur ist es, wie schnell du das gesuchte Element findet. Ziel sollte es sein, in drei Klicks die gewünschte Datei zu haben. Das bedeutet, die Entfernung von der obersten Ordnerebene bis zu jeder beliebigen Datei sollte nicht mehr als drei Ordner betragen.

Schnell, nachvollziehbar & übersichtlich – das 7-Ordner-Syste

All diese Eigenschaften vereint das 7-Ordner-System. Es hat sich bei mir besonders gut bewährt und ich möchte es dir daher als mögliches Modell vorstellen.

Auf jeder Hierarchieebene der Ordnerstruktur gibt es maximal sieben Ordner für deine Dateien. Das heißt, jeder Hauptordner (Ebene 1) hat maximal sieben Unterverzeichnisse (Ebene 2), und jedes dieser Unterverzeichnisse hat seinerseits maximal sieben Unterordner (Ebene 3).

Jedoch erweiterst du deinen Ordnerbaum nicht endlos, sondern arbeitest nur mit drei Ebenen. Dies hat den Vorteil, dass du jeden Ordner innerhalb von drei Klicks öffnen kannst. Wenn du die Struktur voll ausnutzt, kannst du bis zu 399 Ordner (Ebene 1=7 Ordner, Ebene 2=49 Ordner, Ebene 3=343 Ordner) anlegen, die du jeweils eindeutig benennst. Also musst du keine Sorge haben, dass dir die Ordner nicht reichen werden. 

Ausführliche Infos, wie du das Modell jetzt ganz praktisch für deine eigene Ordnerstruktur anwenden kannst, habe ich dir in diesem Blogartikel zusammengefasst.

Sehe es bitte als hilfreiches Modell, mit dem du gut arbeiten kannst, aber nicht als Gesetz. Du kannst es in sinnvollen Ausnahmefällen natürlich erweitern oder an deine Themen anpassen. Denn auch hier gilt es – das System soll dich unterstützen und dir weiterhelfen. Nicht andersherum.

Dir wünsche ich jetzt viel Spaß beim Umsetzen, ausprobieren und anpassen! Lass mich gerne wissen, wenn du Fragen dazu hast – ich helfe dir immer gerne weiter.

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Die Grundlagen einer effektiven Ordnerstruktur: übersichtlich, nachvollziehbar und schnell […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.